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Bei der kleinen Waltroper Fangruppe, die im Finale die Daumen drückte, gab es nach der Zieleinfahrt kein Halten mehr. Kampmanns Waltroper Trainer Andreas Erdtmann war überglücklich: „Eine Medaille im Skullen – ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir so etwas bei uns schon hatten.“

Bereits in den vorangegangen Rennen hatte es sich abgezeichnet, dass drei Boote die größten Chancen auf Medaillen hatten. Rumänien, Griechenland und eben auch Deutschland hinterließen zuletzt im Halbfinale auch den stärksten Eindruck von allen Booten. So war es auch keine Überraschung, dass genau diese Zweier die Medaillenränge unter sich ausmachten. Bereits nach 500 Metern konnten die Griechinnen bereits nicht mehr Schritt halten. Bis zur 1000-Meter-Marke lieferten sich Kampmann und Christmann mit den Rumäninnen noch ein Kopfan- Kopf-Rennen.

Nur Rumänien ist schneller

Doch dann setzten sich die favorisierten Südost-Europäerinnen nach und nach ab. „Die haben einfach flüssiger geschlagen“, analysierte Erdtmann. Die Deutschen konzentrierten sich darauf, Platz zwei sicher nach Hause zu fahren. „Bei dem Wellengang kann man sich nämlich auch mal schnell einen Krebs fangen“, weiß Erdtmann. Es lief aber trotz starker Gegenwinde alles glatt.

„Die beiden haben wirklich das Optimale herausgeholt“, fand Erdtmann, der sich im Anschluss an das Rennen noch etwas gedulden musste, bis er seinen Schützling sprechen durfte. Franziska Kampmann musste nämlich zur Dopingprobe. Als auch das überstanden war, konnte der Coach endlich gratulieren. „Das war prima, richtig schön. Sie war einfach überglücklich“, schilderte Erdtmann seine Eindrücke.

Für Franziska Kampmann war es der Lohn nach anstrengenden Wochen und Monaten. Die Vorbereitung in Berlin-Grünau, die mit einem Hexenschuss endete, ist nun vergessen. Für die Waltroperin endete die WM mit einem Abschlussbankett im Kreise der deutschen Nationalmannschaft. Im Anschluss stieg noch eine Party. Heute geht es für Franziska Kampmann dann wieder zurück zum Bauernhof ihrer Eltern nach Waltrop.

11.08.2014, Waltroper Zeitung