Vor dem Kentern bewahrt und Bronze gewonnen

Mit vier Medaillen kehrten die Aktiven des Rudervereins Waltrop von den Landesmeisterschaften in Krefeld zurück. Der Regattaverein Niederrhein, der bereits vor zwei Wochen als Veranstalter der ersten Regatta überhaupt in dieser Saison für erstklassige Bedingungen gesorgt hatte, erwies sich erneut als sehr guter Gastgeber. Die Resonanz der Vereine war so gut, dass für die Titelkämpfe das beste Meldeergebnis überhaupt vorlag.

Gleich im ersten Rennen eines Waltroper Bootes – traditionell starten bei den Landesmeisterschaften nur Vereinsboote – gab es eine Medaille: Elena Erdtmann, Hannah Veuhoff, Jette Henkel und Ida Polarczyk gewannen in dem Sechs-Boote-Feld die Bronzemedaille.

Großes Pech hatte B-Junior Ben Dreßler. Er wusste, dass ein zweiter Platz im Einer das Erreichen des A-Finals bedeuten würde. Er machte den Fehler und orientierte sich nur auf das Boot links neben ihm. In der Gewissheit, dass er durch den Verzicht auf den Endspurt Körner für das Finale sparen könnte, ließ er dieses passieren.

Da fehlt noch die Erfahrung

Doch er hatte übersehen, dass sich rechts neben ihm ein Konkurrent noch vorbeigeschoben hatte. Somit wurde Ben nur Dritter und verpasste das Finale. „Er ist noch ein B-Junior des jüngeren Jahrgangs. Da fehlt in solchen Momenten noch die Erfahrung“, analysierte Trainer Andreas Erdtmann.

Kinderruderin Anna Schulte-Kump wurde Zweite im Bahnverteilungsrennen und lag im Leichtgewichts-Einer lange auf Platz zwei. Doch als sie die Zuschauer passierte, wurde sie etwas nervös und blieb mit den Skulls im Wasser hängen. Dank einer artistischen Einlage konnte sie sich aber noch retten und kam letztlich noch auf den Bronzeplatz.

Die Bedingungen am zweiten Regattatag waren geprägt von starkem, seitlichen Gegenwind.

Im Juniorinnen-Doppelzweier A gewannen Ida Polarczyk und Johanna Kampmann ihren Vorlauf, während das Boot mit Veuhoff/Erdtmann einen schwereren Vorlauf erwischt hatten und Dritte wurden.

Kampmann/Polarczyk wurden im Finale Zweite, ihre Vereinskolleginnen Sechste. „Sie waren gut vom Start weggekommen, jedoch fing Hannah dann einen Krebs und der Skull hatte sich unter dem Boot verfangen. Da war das Rennen natürlich gelaufen“, schilderte Erdtmann.

Gemeinsam mit Hannes Polarczyk war der Pechvogel des ersten Tages, Ben Dressler, tags darauf im Doppelzweier B am Start und gewann die Bronzemedaille – ein versöhnlicher Abschluss.