Die Nachwuchsruderer aus 31 Vereinen – so wie hier die Waltroperin Anna Wilk – legten sich mächtig ins Zeug.

Slalom-Medaillen für Klaes und Polarczyk

Mit 620 Booten war die Resonanz bei der Kinderregatta des RV geringer als im Vorjahr. Doch diejenigen, die kamen, waren sehr zufrieden

Mit 620 Booten war bei der diesjährigen Mädchen- und Jungenregatta des Rudervereins Waltrop rund ein Drittel Starter weniger mit von der Partie als im Vorjahr. Daneben war die Resonanz der teilnehmenden Vereine ähnlich gut wie 2017: 31 Klubs – die selbst aus Bremen und Hannover kamen – hatten ihre Athleten zum Datteln-Hamm-Kanal entsandt.

Es mag das lange Wochenende über Christi-Himmelfahrt gewesen sein, das den Waltropern einige Teilnehmer kostete. Zudem fanden auch an diesem Wochenende Kommunionen und Konfirmationen statt.

Dennoch sprachen die Veranstalter des Rudervereins Waltrop von einer ruhigen und gut organisierten Kinderregatta.

Traditionell starteten die Wettbewerbe am ersten Regatta-Tag mit dem Slalom, ehe nachmittags die Langstrecke auf dem Programm stand. Für die Zeit von 14 bis 17 Uhr war die Schifffahrt auf dem Kanal gesperrt. „Die 1000-Meter-Sprintstrecke kann man gut überschauen. Bei der 3000-Meter langen Strecke, bei der auf Höhe des Niehoff-Hafens gewendet wird, funktioniert das nicht, weil die Starter nicht parallel, sondern hinter einander weg fahren“, begründet Schiedsrichter Thomas Bartel vom gastgebenden Verein die Maßnahme.

Am zweiten Regatta-Tag ging es dann auf die 1000 Meter lange Distanz. Der Veranstalter hatte stets das Wetter im Blick, das sich glücklicherweise auch lange hielt. Doch dann kam am frühen Nachmittag erst Wind auf, ehe es dann stark regnete. Die Regatta-Leitung mit Andreas Peters, Sebastian Husemann und Lars Brückner entschied schlussendlich, die Wettbewerbe zu unterbrechen, ehe dann wegen des drohenden Gewitters abgebrochen wurde, und somit die letzten fünf Rennen nicht mehr ausgetragen wurden.

Kleine Gruppe des RV Waltrop

Die Gruppe derer, die die Waltroper Farben im Kinderbereich vertreten, ist derzeit mit sieben Athleten sehr überschaubar. Imke Klaes und Hannes Polarczyk bestreiten aktuell bereits die zweite sowie dritte Saison und sind damit im RV-Lager die alten Hasen.

Sie waren es auch, die im Slalom Medaillen sammelten: Polarczyk wurde Zweiter, Klaes Dritte. Ebenfalls am Start waren Anna Wilk, Ben Dressler und Neuling Nina Matheja, die erstmalig bei einer Regatta im Einer saß und bei den schwierigen Manövern leider gekenterte.

Auf der Langstrecke saßen Wilk und Matheja im Doppelzweier und fuhren ein gutes Rennen. Allerdings verhedderten sie sich bei der Wende, verloren daher viel Zeit und wurden Letzte. „Ohne dieses Missgeschick hätten sie ganz vorne landen können“, war Lara Erdtmann überzeugt, die die Kinder des Rudervereins gemeinsam mit Tabea Menzel trainiert. Die beiden Ruderinnen, die am Regatta-Samstag im Rahmen der Ruder-Bundesliga in Frankfurt im Achter saßen, wurden an diesem Tag von Nina Dressler vertreten. Am Sonntag unterstützten sie selbst ihre Schützlinge.

Ein solides Rennen zeigte Leichtgewicht Imke Klaes, die Zweite wurde. „Der Abstand zur Spitze war gering“, berichtete Erdtmann. Zudem war geplant, dass Dressler und Polarczyk im Zweier fahren sollten. Doch Dressler wurde krank, und somit fand sich Polarczyk kurzerhand im Einer wieder, in dem er im Training lange nicht mehr gesessen hatte. Dabeisein war hier alles für den eifrigen Nachwuchs-Athleten.

Ordentliche Rennen fuhren im Sprint zudem Anna Wilk, Hannes Polarczyk, Julien Kernspecht bei seiner ersten Regatta überhaupt, Carla Körkemeier und Nina Matheja. Wegen der Erkrankung Dresslers musste Polarczyk auf den Zweier mit seinem Teamkollegen verzichten. Kurzerhand schlug er vor, gemeinsam mit Bens Cousin Tom Schulte-Kump dieses Rennen zu fahren. Wohlgemerkt hatte dieser seit letztem Jahr nicht mehr im Boot gesessen.

Boot wurde kurzerhand umbesetzt

Logisch, dass diese Besatzung besonders von den Zuschauern angefeuert wurde. Dazu kam es bei Imke Klaes leider nicht mehr. Denn ihr Rennen fand wegen des drohenden Gewitters nicht mehr statt.

„Wir sind mit den Leistungen der jungen Truppe zufrieden, die wertvolle Erfahrung sammeln konnte“, bilanzierte Lara Erdtmann. Die nächste Regatta steht in zwei Wochen in Kettwig an.