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Der Ruderverein Waltrop – allen voran Trainer Andreas Erdtmann – hat es tatsächlich geschafft: Er stellt in dieser Saison erstmalig einen Achter in der Ruder-Bundesliga.

„Das ist ein Riesenprojekt“, erzählt Erdtmann. Denn man muss doppelt so viele Ruderinnen haben, wie in einen Achter passen. Das heißt: „Wir brauchten 16 Athletinnen und zwei Steuerfrauen“, erzählt Erdtmann. Er freut sich, einige ehemalige Top-Ruderinnen für dieses Projekt begeistern zu können. So gehören auch Meike Ehmer und Sophia Wüllner zum Team.

„Das sind Ruderinnen, die eben nicht mehr Höchstleistungssport betreiben wollen, aber sich immer noch auf hohem Niveau im Wettbewerb messen wollen“, sagt Erdtmann. Hinzu kommen Waltroperinnen, die nach ihrer Junioren-Zeit nicht den Sprung in das Frauen-Lager gemacht haben. Dazu gehören Lara Wehlend, Tabea Menzel und Lara Erdtmann. Außerdem mit dabei: U23-Aktive, die nach der Meisterschaft in den RBL-Achter steigen werden. Das sind Theresa Kampmann und Franziska Steinweg. Das Boot werden Neele Erdtmann und Talia Skonieczny steuern.

Das sind neun Ruderinnen des RV Waltrop. Komplettiert wird die Mannschaft von Sportlerinnen des RC Witten. Denn das Reglement sieht vor, dass in einem RBL-Achter nur Aktive zweier Vereine sitzen dürfen.

Der RC Witten war auf die Waltroper zugekommen. Schließlich ist der Erwerb der Lizenz mit hohen Kosten verbunden. 2100 Euro müssen die Vereine bezahlen. Zudem muss bei Nicht-Start eine Strafe bezahlt werden.

Das ist ein Grund mehr, warum das Team so groß ist. Denn so ist die Chance, dass jedes Mal eine Mannschaft gestellt werden kann, größer. Der RV Waltrop ist der Lizenznehmer, der RC Witten dessen Kooperationspartner.

Im Blick müssen die Athleten und Trainer auch das Pensum der fünf Renntage behalten. Denn es stehen pro Wettkampftag fünf Rennen an. Die Strecke ist zwar jeweils „nur“ 350 Meter lang. „Aber das ist eine ganz schöne Belastung“, sagt Erdtmann, der durch die große Mannschaft die Möglichkeit hat zu wechseln.

Das Boot aus Waltrop und Witten startet unter dem Namen „Ruhrpott-Achter“ – gemeinsam mit neun weiteren Booten aus Deutschland. Ziel des Neulings ist es, „nicht durchgereicht zu werden“, sagt Erdtmann und fügt hinzu: „Es ist schwer einzuschätzen, wie stark unser Boot ist.“

Los geht es am 27. Mai in Frankfurt. Weitere Stationen sind Hamburg, Münster, Leipzig und Berlin.

 

Info: Team auf Sponsorensuche

Bis zum 31. März 2017 lief das Lizenzierungsverfahren für die Teilnahme an der Ruder-Bundesliga.

Die Teilnahme-Gebühr beträgt 2100 Euro.

Darüber hinaus entstehen weitere Kosten. Daher ist der Ruderverein Waltrop auf Sponsorensuche. „Auf den Trikots wäre genug Platz für Werbung. Genauso wie auch auf unserem Boot. Und ein Achter ist lang“, sagt Trainer Andreas Erdtmann mit einem Augenzwinkern. Kontakt: bundesliga@rvwaltrop.de