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Sören Henkel (r.) bei der Medaillenübergabe: Der 17-jährige saß im Deutschland-Achter mit Steuermann, der bei der WM in Tschechien Bronze gewann.

Nur kurz hätten sich er und seine Ruderkollegen etwas geärgert, sagt Sören Henkel. Der Athlet des RV Waltrop hatte am Sonntag zum Abschluss der U19-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice mit dem Deutschland-Achter die Bronzemedaille gewonnen (wir berichteten).

Ganz zufrieden war der 17-Jährige damit nicht. Am Ende waren aber alle froh, dass zumindest die starken Italiener im Kampf um Rang drei auf Distanz gehalten werden konnten. „Abends war die Stimmung gut und wir haben auch etwas Party gemacht“, sagt der Waltroper.

Das Finale selbst, das die Deutschen am Donnerstagvormittag als Sieger des zweiten Vorlaufes in 5:51,97 Minuten fixgemacht hatten, lief zunächst nicht nach dem Geschmack von Bundestrainer Bernd Nennhaus und seinen Jungs. „Wir haben das Rennen am Start verloren, weil wir einfach nicht gut weggekommen sind und nicht das umsetzen konnten, was wir im Training geübt haben. Und dann hatten wir auch noch Probleme mit dem Wind und mit dem Ausrichten. Das hat uns wohl aus dem Konzept gebracht“, sagt Henkel rückblickend. Schon nach den ersten 500 Metern war klar, dass Deutschland nicht in den Kampf um Platz eins würde eingreifen können. An der Spitze war es ein Zweikampf zwischen den letztlich siegreichen Briten und dem Team aus den USA.

„Wir haben die Briten und die Amis ziehen lassen, sind dann aber noch einmal näher herangekommen. Wir haben uns dann vor allem auf das schwere Duell mit Italien konzentriert“, sagt der Waltroper. „Bis zur 1500-Meter-Marke haben wir da echt rumgeeiert. Aber dann hinten heraus war es ein richtig gutes Rennen. Und mit Bronze sind wir alle zufrieden.“

An der Spitze ruderte Großbritannien vor den USA. Im Endspurt verwies der DRV-Achter, zu dem neben Henkel noch Paul Kirsch (Aschaffenburg), Benedikter Floyd (Münster), Marvin Paul (Potsdam), Benjamin Zeisberg (Hamburg), Patrick Pott (Minden), Felix Braband, Mattes Schönherr (beide Potsdam) und Steuermann Max Schwartzkopff (Frankfurt) zählen, in 5:40.15 Minuten Italien auf Platz vier. Die Party konnte steigen.