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Mit vier U23-Athleten war der Ruderverein bei der Deutschen Kleinboot-Meisterschaft in Krefeld am Start. Das beste Ergebnis fuhr Franziska Kampmann ein. Sie beendete den Wettkampf als sechstbeste U23-Ruderin.

„Damit liegt sie voll im Soll“, lobte Trainer Andreas Erdtmann. Er kennt seinen Schützling seit vielen Jahren: „Sie tut sich immer ein bisschen schwer, in eine Saison reinzukommen. Dennoch hat sie sich gut verkauft“, sagte Erdtmann. Er ruft in Erinnerung, dass ihre deutschen Konkurrentinnen studieren oder freigestellte Bundespolizisten sind. „Franzi aber macht eine Ausbildung zur Landwirtin. Das ist körperlich und zeitlich ein großer Aufwand.“ Umso höher seien ihre Leistungen einzuschätzen, zumal sie schon beim Ergo-Test in Leipzig hervorragend abgeschnitten hatte. Daher wurde Franziska Kampmann nun für das Wochenende zum Skuller-Stützpunkt nach Berlin/Potsdam eingeladen – gemeinsam mit 15 weiteren A- und B-Frauen.

Tobias Ressemann belegte gemeinsam mit seinem Partner Simon Berkemeyer vom RC Hansa Dortmund im B-Finale Platz zwei. Männer- und Junioren-Trainer Christian Ruhnau hatte beobachtet, dass das Duo im Hoffnungslauf zu viel Respekt gezeigt hatte, im B-Finale dann aber ein tolles Rennen zeigte.

Da der „Leichtgewichts-Zweier ohne“ künftig keine olympische Bootsklasse mehr ist, wird das „leichte“ Riemenrudern in Deutschland nicht mehr gefördert. Daher befindet sich dieser Bereich derzeit im Umbruch. Aller Voraussicht nach werden sich Ressemann und Berkemeyer mit den Sechsten des A-Finals, Henning Sproßmann und Julius Wagner (RG Essen/Dortmund) zusammentun, um dann im Vierer-ohne zu fahren. Die Premiere soll bei der Hügelregatta in Essen stattfinden.

Theresa Kampmann und Franziska Steinweg bleiben die Sorgenkinder des RV Waltrop. „Sie waren zwar besser als in Leipzig, aber diese Leistung reicht noch nicht, um mitzuhalten“, so ihr Coach Erdtmann. Er hofft mit den Athletinnen herauszufinden, wie sie die Trainingsergebnisse auch im Wettkampf abrufen können. Das Duo belegte im „Frauen-Zweier-ohne“ in allen drei Läufen den letzten Rang.

Für die Junioren A stand in Krefeld die Leistungsüberprüfung auf dem Programm. Im Vorlauf der „Juniorinnen-Zweier ohne“-Konkurrenz hatte Lea Wilk mit ihrer Partnerin Jennifer Igwe aus Dortmund Pech. Sie belegten Rang vier, der nur zum Start im C-Finale berechtigte. „Ärgerlich war hier, dass die im starken Vorlauf drei besser platzierten Boote am Ende alle im A-Finale waren“, erläuterte Erdtmann. Aktuell bilden Lea und Jennifer das fünfschnellste NRW-Boot. Was bedeutet, dass die beiden Ersatzleute für den ersten NRW-Achter sind.

Auch Jakob Polarczyk hatte Pech. Er traf im Vorlauf des Junioren-Einer A auf starke Konkurrenz. Am Ende sprang Platz sechs im C-Finale heraus. Die Ansprüche von Jakob Polarczyk und seinem Trainer Christian Ruhnau sind höher. Eine Renn-Analyse ergab, dass Jakob auf den ersten und letzten 500 Metern der 2000-Meter-Distanz sehr gut mithalten kann. Doch am Mittelstück soll in den nächsten Trainingseinheiten hart gearbeitet werden.