Header Image

Wie effektiv war das schweißtreibende Wintertraining der Waltroper Junioren-Ruderer? Eine Antwort darauf gab es jetzt bei einem Test im Vorfeld der Langstrecke, die der Stützpunkt Dortmund in Waltrop ausrichtete.

Auf dem Datteln-Hamm-Kanal herrschte Hochbetrieb: 85 Ruderinnen und Ruderer aus elf NRW-Vereinen machten sich auf die 3000 Meter lange Strecke. Die jüngeren B-Junioren „nur“ einmal, die älteren „A-Junioren“ gar zweimal.

Deren Ergebnisse nahm Landestrainer Thomas Jung genau unter die Lupe. Kurz vor Beginn der Saison wollte er sich einen Eindruck über das aktuelle Leistungsniveau verschaffen.

Aus den Ergebnissen werden dann verschiedene Boots-Mannschaften gebildet, die zum Teil schon am Wochenende in Waltrop ausprobiert wurden. Für die Trainer sind diese Erkenntnisse enorm wichtig. Geht es so früh im Jahr schließlich darum, an der optimalen Besetzung der Boote zu tüfteln.
Eine weitere Orientierung wird die Langstrecke in Oberhausen am Wochenende geben. So wie das Ostertrainingslager.

Um die Zeiten in den verschiedenen Bootsklassen vergleichen zu können, wurde ein Prozentwert ermittelt. Dieser zeigte sehr schnell, dass wieder einmal Franziska Kampmann (89,6%), die beste Leistung abrufen konnte. Wie ihre Dortmunder Gegnerinnen auch, fuhr Franzi Kampmann die ersten drei Kilometer in ruhigerem Tempo (26/28er-Frequenz), ehe sie dann bei der zweiten Auflage Vollgas gab.

Es war ein weiterer Fingerzeig der amtierenden WM-Silbermedaillen-Gewinnerin im Doppelzweier vor Beginn ihrer letzten Saison als A-Juniorin.

Einen guten Eindruck hinterließ auch der A-Doppelzweier mit Tobias Ressemann und Henrik Oberkönig. Im ersten Lauf (88,2%) schaffte es das Waltroper Duo sogar, den Zweier mit den WM-Goldmedaillen-Gewinnern Lukas Föbinger (Dortmund) und Johannes Renz (Witten) zu schlagen. Belohnt für die Strapazen des Wintertrainings wurde auch Lara Wehlend (86,4%), die zwei super Strecken absolvierte. Hinter ihr in der Rangliste folgten Franziska Steinweg und Theresa Kampmann im Zweier (86,0%). Sie erhielten ein Sonderlob des Landestrainers, da sie wegen Krankheit ihrer eigentlichen Partnerinnen spontan – und ohne vorheriges Training – zusammen Zweier gefahren waren.

Bei den B-Juniorinnen starteten zudem Talia Skonieczny im Einer sowie Marie Wilk gemeinsam mit Nele Erdtmann im Zweier. Sie nutzten die Veranstaltung, um weitere Erfahrungen zu sammeln.
Juniorinnen-Trainer Andreas Erdtmann war unterm Strich mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden.

11.03.2015, Waltroper Zeitung