Kampmann: „Bin schon ein bisschen enttäuscht“

Eine Kaderathletin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Mich hat’s zum Glück nicht erwischt“, sagt die Studentin, die aktuell auf dem elterlichen Hof isoliert ist („Dort haben wir genügend Platz.“).

Die Untätigkeit zerre an ihren Nerven, sagt sie, auch die Verlegung der Spiele ins Jahr 2021 hat Kampmann getroffen: „Ich wollte eigentlich mein Studium voranbringen nach Olympia und auf dem Hof einsteigen. Das wird beides jetzt schwierig.“

Die Waltroperin weiß: „Die Spiele hätte man sicher nicht stattfinden lassen können in diesem Jahr.“ Möglicherweise könne mit Verspätung noch die Europameisterschaft (Geplant: 5. – 7. Juni in Posen) stattfinden. „Aber was wäre das für eine Saison?“, fragt sie mit einigem Recht.

Franziska Kampmann hofft, dass die Athleten, die ihren Rollsitz sicher hatten für Tokio, ihn auch behalten können – gerade weil es keine Wettkämpfe gibt aktuell. Die Schufterei in den Trainingslagern soll schließlich nicht ganz umsonst gewesen sein. Wie sie den Einstieg im elterlichen Betrieb meistern will und ihr Studium, das wisse sie noch nicht, wie sie freimütig einräumt. Es wird irgendwie klappen müssen: Die Diplom-Landwirtin kann sich der Unterstützung ihrer Eltern sicher sein, und die nächsten Klausuren sind – „dank“ Corona – zunächst verschoben.