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WALTROP. (thb) Hantelbank, Butterfly-Gerät, Spinningräder, Ergometer. Wer den Kraftraum im Bootshaus des Rudervereins Waltrop betritt, merkt gleich: Hier fließt Schweiß. Viel Schweiß. Einen besseren Ort hätte die Sportjugend im Kreissportbund kaum wählen können, um für ihren Jugendpreis zu werben.

Der Kraftraum, das ist das Revier von Franziska Kampmann. Hier schindet sich die Sportjugendpreisträgerin von 2015 fast täglich an den Geräten. Im Moment zählt jede Einheit. Am Samstag reist die Waltroperin ins Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes nach Spanien.

„Es wird eine erste Sichtung im erweiterten Kreis“, sagt die 18-Jährige. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den großen sportlichen Zielen in diesem Jahr. 2015 hat Franziska Kampmann mit dem Vierer bei der U19-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro den Titel gewonnen. Nun ist sie in die Altersklasse U23 aufgerückt und kämpft um einen Platz im Aufgebot für die WM in Rotterdam.

So sollte es sein, findet der Sportjugend-Vorsitzende Uli Kupke: „Es ist toll zu sehen, wenn unsere Preisträger sich weiter in ihrem Sport engagieren und erfolgreich sind.“ So wie Franziska Kampmann. Oder die Gladbeckerin Annika Drazek: Die ehemalige Sprinterin, Preisträgerin von 2012, ist gerade Zweier-Bob- Europameisterin geworden – als Anschieberin.

Teamsportler sind besonders gefragt

„Aber niemand muss Weltmeister oder Deutscher Meister sein, um sich für den Jugendsportpreis zu bewerben“, sagt Uli Kupke. Auch eine Westfalenmeisterschaft kann eine besonders Leistung sein. Oder herausragendes Engagement im Verein.

Die Bewerbungsfrist für den Jugendsportpreis 2016, der von der Sparkasse Vest unterstützt wird, ist angelaufen. Bis 31. März können sich Sportlerinnen und Sportler im Alter von 14 bis 18 Jahren bewerben. Gern gesehen sind Bewerbungen aus dem Mannschaftssport. Unter den 18 Preisträgern bislang waren erst drei Teamsportler. „Diese Bilanz würden wir gern verbessern“, sagt Jürgen Adolph, Beisitzer der Sportjugend.

Eine Bewerbung lohnt sich: Der Preis, der an eine junge Sportlerin und einen Sportler geht, ist jeweils mit 500 Euro dotiert. Geld, das Franziska Kampmann übrigens noch auf dem Konto hat.

Viel Zeit, Geld auszugeben, hat die Waltroperin, die nach dem Abitur eine Ausbildung in der Landwirtschaft begonnen hat, nicht. Nach dem Fototermin für die Sportjugend zieht die 18-Jährige schnell die Sportkleidung über. Für die nächste knackige Trainingseinheit im Kraftraum des RV Waltrop.