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WALTROP. (cho) Nach langer, schwerer Krankheit ist am 9. Februar Joachim Wegener im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Waltroper war nicht nur im Ruderverein sehr aktiv, sondern engagierte sich auch im Stadtsport-Verband. Vor allem die Jugendarbeit lag ihm am Herzen.

Der gelernte Elektro-Steiger arbeitete auf Zeche Waltrop und im Bergwerk Haard.

1954 trat der damals 15-Jährige in den Ruderverein Waltrop ein. Er selbst hatte nie die größten sportlichen Ambitionen, sondern genoss seinen Sport eher beim Wanderrudern. Joachim Wegener hatte zahlreiche Posten beim RV Waltrop inne, so war er unter anderem Geschäftsführer. Sein größter Erfolg als Jugendtrainer war der Sieg bei den Deutschen Meisterschaften des „Vierers ohne“ in München mit Dirk Gralla, Stefan Wirdeier, Bernd Lessner und Olaf Dördelmann.

Nicht ohne Stolz verfolgte Joachim Wegener 1991 den Sieg seines ehemaligen Schützlings Christoph Korte bei den Weltmeisterschaften. Zudem rief er 1973 die Kreisjugendmeisterschaften der Ruderer ins Leben.

Doch Wegener arbeitete unterdessen auch für den Deutschen Ruderverband und andere internationale Verbände. So war er seit 1975 mit dem Bootstransport beauftragt.

Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, bei denen Inge Althoff den Titel gewann, war Joachim Wegener offizielles Mitglied des deutschen Olympia-Teams.

Ein weiterer Höhepunkt war für den Waltroper auch stets der Besuch des legendären „Head-of-the-River“-Rennens auf der Themse. In den 80er- bis Mitte der 90er-Jahre arbeitete Joachim Wegener maßgeblich als Jugendvorsitzender des Stadtsport-Verbandes an der Sportwoche mit. Er hatte die gute Idee, aus dem reinen Fußball-Wettbewerb einen Mehrkampf zu machen.

Volle Ränge im Sportzentrum Nord über mehrere Tage hinweg gaben ihm Recht. Später engagierte sich Joachim Wegener auch auf Kreisebene beim KSB.

Im Alter entdeckte Joachim Wegener ein neues Hobby für sich: 1988 restaurierte er gemeinsam mit Gerd Marx ein Wikingerschiff, das er ab 1996 alleine betrieb. Die Asgard-Touren sind legendär, und viele Waltroper haben mit dem Kapitän tolle Stunden auf den Kanälen rund um Waltrop erlebt.

2014 übergab Wegener aus Krankheitsgründen das Ruder an seinen Sohn Christian, der aktuell Sportlicher Leiter bei Teutonia SuS Waltrop ist.

Joachim Wegener hinterlässt Frau Karin, drei Kinder sowie fünf Enkelkinder. Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung ist am morgigen Samstag um 13 Uhr in der Friedhofskapelle des Waltroper Friedhofs.