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Mit dem Bahnverteilungsrennen am heutigen Freitag (ca. 12 Uhr Ortszeit) beginnt für die Waltroperin Neele Erdtmann (ganz links im Boot) und ihre Kolleginnen der Kampf um eine Medaille bei der WM in Sarasota.

Heute beginnt in Sarasota (Florida) auch für die Waltroperin Neele Erdtmann die U23-Weltmeisterschaft der Ruderer so richtig. Erdtmann, die für den Ruderverein Waltrop rudert, sitzt als Steuerfrau im Deutschland-Achter und möchte um die Medaillen mitkämpfen. In den vergangenen Tagen hat die Mannschaft dafür fleißig trainiert – bei nicht immer ganz einfachen Bedingungen. Immer wieder zogen Gewitter über Sarasota hinweg, wo am Freitagmittag (ca. 18 Uhr MEZ) im Bahnverteilungsrennen die Startbahnen für das Finale am Sonntag (ca. 12.30 Uhr Ortszeit) ausgerudert werden.

Gegner dabei sind die Boote aus Großbritannien, Rumänien, den Niederlanden und USA. Die Amerikanerinnen sind leicht favorisiert. Weil die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Übersee stattfindet, sind nicht so viele Nationen mit ihren Achtern am Start.

Bei der Weltmeisterschaft in Polen vor einem Jahr hatten deutlich mehr Nationen Boote gemeldet. In Poznan wurde der DRV-Achter, ebenfalls bereits mit Neele Erdtmann als Steuerfrau, am Ende Fünfter. „Das war ganz knapp“, erinnert sich auch Vater und Trainer Andreas Erdtmann zurück, der dieses Mal von zu Hause aus die Daumen drücken wird.

Im Finale 2018 nahmen die Deutschen nach dem Start die Verfolgung der Boote aus Kanada und den USA auf. Auf Platz vier liegend, mit knapp einer Sekunde Rückstand auf die Niederlande, ging das deutsche Boot auf die letzten 500 Meter. Sowohl Silber als auch Bronze waren zum Greifen nah. Beim am Ende souveränen Sieg der Kanadierinnen entwickelte sich ein spannender Schlussspurt um die übrigen Medaillen zwischen den USA, den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien. Am Ende fehlte den Athletinnen von Bundestrainer René Burmeister nicht einmal eine Sekunde zu Edelmetall. Dieses Mal soll’s aber klappen. Aber auch Andreas Erdtmann weiß: „Es wird nicht einfach. Chancenlos ist das deutsche Boot dabei aber nicht.“