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Riesenjubel brandete bei den Waltroperinnen auf, nachdem sie das zweite Finale bei der Etappe in Hannover gewonnen hatten

Der enttäuschende letzte Platz bei der zweiten Station der Ruder-Bundesliga (RBL) in Minden scheint den Hebewerk-Achter des RV Waltrop richtig motiviert zu haben: Denn die Crew um Steuerfrau Neele Erdtmann belegte bei der dritten Etappe auf dem Maschsee in Hannover den dritten Platz. So gut hatte der RBL-Achter zuvor noch nie abgeschnitten.

In den Zeitläufen mussten sich die Waltroperinnen mit dem Team Bremen auseinandersetzen. „Es war ein guter Einstieg. Wir kannten zunächst keine Zeiten, hatten aber das Gefühl, im Mittelfeld gelandet zu sein“, berichtete Mannschaftssprecherin Lara Erdtmann. Doch nachdem sie angelegt hatten, wurde ihn klar, dass sie hinter Potsdam/Berlin und Essen-Kettwig die drittbeste Zeit gefahren hatten.

Nun stand das Viertelfinale an, Gegner war hier der aktuelle Vierte der RBL, der Achter des Crefelder Ruder-Clubs. „Die fuhren dieses Rennen mit der stärksten Besetzung. Und genau das taten wir auch“, so Lara Erdtmann.

Mit ihr und ihrer Schwester Neele, die das Boot steuerte, stellten sich Sophia Wüllner, Dorothea und Theresa Kampmann, Tabea Menzel, Franziska Steinweg, Theresa Hülsmann und Melanie Hummitzsch der Konkurrenz aus Krefeld.

Erneut legten die Waltroperinnen einen blitzsauberen Start hin. Zwar kam der Favorit noch einmal heran, doch siegte der Hebewerk-Achter am Ende im Fotofinish mit einem Vorsprung von sechs hundertstel Sekunden. „Da hatten wir uns schon super gefreut, weil das bedeutete, dass wir unter die besten vier Teams kommen würden.“

Im Halbfinale hieß der Gegner dann Amrop-Achter Essen-Kettwig, der auf Platz zwei der Gesamtwertung liegt. Hier hatte es für die Waltroperinnen nicht gereicht, die anderthalb Sekunden langsamer waren als die Gegnerinnen.

Dennoch stand jetzt fest, dass der Gegner im zweiten Finale, in dem der dritte und vierte Platz ausgefahren wurde, wie auch im Zeitlauf Bremen war. Und erneut hieß der Sieger dieses Rennens Waltrop, womit der dritte Rang in der Gesamtwertung sicher war.

„Kampmänner“ stark auf der Backbordseite

„Wir merken, dass uns Theresa und Dorothea Kampmann auf der Backbordseite richtig gut unterstützen. Es ist aber auch eine Kopfsache. Es ist für uns ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir zwei so gute Sprinterinnen dabei haben“, berichtet Lara Erdtmann.

Weiter geht es am vierten RBL-Renntag am 17. August in Leipzig. Dann wird der Hebewerk-Achter nicht so stark besetzt sein, weil Athletinnen beruflich verhindert oder verreist sind. Dann peilt das Team das dritte Finale an.

Doch bis dahin können die Waltroperinnen erst einmal ihren dritten Platz genießen.

Die aktuelle Tabelle:

  1. Berlin/Potsdam (23 Punkte)
  2. Essen-Kettwig (22)
  3. Hannover (14)
  4. Krefeld (11)
  5. Waltrop (11)
  6. Minden (11)
  7. Bremen (11)
  8. Wurzener Land (5)