Header Image
Hannah Veuhoff (M.) gewann den leichten B-Juniorinnen-Einer

Die imposante Regattastrecke in Duisburg-Wedau war Austragungsort der 41. Landesmeisterschaft, bei der Waltroper Athleten fünf Medaillen gewannen. Selbst der erfahrene Trainer Andreas Erdtmann wurde von seinen Schützlingen hierbei überrascht.

Mit dem Gewinn des Meistertitels hatten die Ruderinnen des Juniorinnen-A-Doppelvierers nicht gerechnet. Um den A-Juniorinnen Dorothea Kampmann und Lea Wilk noch einmal eine Startmöglichkeit zu geben, wurden die jüngeren Ida Polarczyk und Elena Erdtmann zu ihnen ins Boot gesetzt. Die Waltroperinnen setzten sich gegen starke Konkurrenz durch und siegten am Ende mit einem Vorsprung von eineinhalb Sekunden vor Neuss.

Erdtmann hob auch die Leistung von Hannah Veuhoff hervor, die erst seit Sommer 2017 rudert. Im Leichtgewichts-B-Juniorinnen-Einer hielt sie die amtierende deutsche Vizemeisterin, Lillith Lensing aus Essen, auf Distanz. „Das ganze Jahr lag Hannah hinter ihr, wenngleich die Abstände immer geringer wurden“, erinnerte Erdtmann. Und auf der Wedau drehte sie den Spieß nun um und sicherte sich mit einem Vorsprung von mehr als vier Sekunden den Meistertitel.

Gold ging auch an Sören Henkel. Im Junioren-A-Einer zeigte er ein Top-Rennen. „Hier ging es uns jedoch nicht alleine darum zu gewinnen. Wir blicken bei Sören perspektivisch Richtung Skullbereich. Darum wollten wir, dass er in Duisburg eine Duftnote setzt. Und dieser Plan ist aufgegangen“, freute sich Erdtmann. Denn Henkel fuhr im Ziel einen Fünf-Sekunden-Vorsprung auf den Zweiten Hendrik Winkel aus Dorsten heraus.

Henkel stellte sich zudem der Konkurrenz im Männer-Einer. Hier orientierte sich der Waltroper am drei Jahre älteren Henri Schwinde vom RV Münster, der bei der U23-WM im Doppelzweier gesessen hatte. „Ihn konnte Sören gut unter Druck setzen und wurde am Ende Dritter“, berichtete Erdtmann.

Etwas Pech hatte der Juniorinnen-B-Doppelzweier mit Johanna Kampmann, Hannah Veuhoff, Elena Erdtmann, Ida Polarczyk und Marie Wilk. „Diese Strecke ist zwar sehr schön, aber auch windanfällig. Wir waren in der Mitte gesetzt, während die Boote auf den Außenbahnen einen Vorteil hatten. Unser Ziel, das Dattelner Boot zu schlagen, ist uns leider nicht gelungen. So kamen unsere Mädels auf den dritten Rang und gewannen Bronze“, so Erdtmann.

Leid tat dem Coach, dass Helen Klaes nach ihrer Rückkehr aus den USA keine Medaille gewann. Dabei war sie im B-Doppelzweier mit Hannah Veuhoff glänzend unterwegs. Und das, obwohl beide „leichte“ Athletinnen sind und bei den „schweren“ an den Start gehen mussten. Nach Platz zwei im Vorlauf arbeitete sich das Waltroper Boot 250 Meter vor dem Ziel auch auf den zweiten Rang vor. Doch dann fuhren sie auf eine Boje auf und mussten sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen.