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Siegerehrung mit Weinköniginnen: (v. l.) Berthold Oberkönig, Thomas Bartel, Lothar Fenger, Steuerfrau Franziska Fenger und Schlagmann Thomas Benthaus feiern ihren Mosel-Sieg im Gig-Vierer

Die Langstreckenregatta um den grünen Moselpokal ist im Terminplan der Mastersruderer Jahr für Jahr gesetzt. Die Ausrichter in Bernkastel-Kues organisieren Ende September unter der berühmten Festung regelmäßig ein tolles Wassersportfest – samt Zeltparty und Weinköniginnen. Diesmal waren die Waltroper Aktiven nur mit einem kleinen Aufgebot dabei – aber sahnten trotzdem drei Siege ab.

Dass der Mixed-Gig-Doppelvierer auf dem 4000-Meter-Kurs einen harten Stand haben würde, war Tanja Erdtmann-Kopal, Christa Kamrowski-Bartel, Lothar Fenger, Thomas Bartel und Steuerfrau Frederike Fenger schon vor dem Start klar. Denn die Crew musste in der jüngeren Altersklasse (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) antreten. Am Ende siegte die Renngemeinschaft Hannover/Koblenz – doch der fünfte Rang mit einer Zeit von 17:47 Minuten konnte sich im Vergleich durchaus sehen lassen. In der höheren Altersklasse wäre das Boot jedenfalls in der Spitzengruppe gelandet!

Dafür lief es im Gig-Vierer (MDA 55 Jahre) ideal: Dort legten sich Thomas Benthaus, Lothar Fenger, Berthold Oberkönig und Thomas Bartel mächtig in die Riemen (17:00 min) – und überflügelten die italienische Konkurrenz aus Gavirate/Italien mit 33 Sekunden erstaunlich deutlich. „Wir sind Moselmeister“, jubelte auch Franziska Fenger, die das ehemalige Leichtgewichts-Quartett, das schon in Jugendjahren gemeinsam im Boot unterwegs war, sauber über die Strecke gesteuert hatte.

Mit dem deutschen U23-Achter nach Boston

Im jüngeren Gig-Vierer dagegen mussten sich Joachim Henkel, Andreas Erdtmann in Renngemeinschaft mit dem RC Hamm (17:03 min) knapp geschlagen geben. Hier hatte die Rgm. Neuss/Osnabrück die Nase vorn.

Dafür strahlten Jo Henkel, Andreas Erdtmann und Thomas Benthaus gemeinsam mit dem Dattelner Andreas Odenkirchen und dem RC Hamm (14:23 min) im Master-Achter (MDA 50 Jahre): Im Ziel waren sie nach hartem Kampf sechs Sekunden schneller als die Konkurrenz von der Rgm. Oberhausen/Bochum/Koblenz/Herdecke/Dorsten.

Für das i-Tüpfelchen sorgte bei der Moselregatta Neele Erdtmann, die in der Königsklasse erneut ihre ganze Routine als Steuerfrau unter Beweis stellte. Ihr Achter-Team schwebte in einer Zeit von 12:34 min regelrecht über den Fluss – und räumte im Sieben-Boote-Feld den Siegerpokal ab.

Der Auftritt war allerdings nur eine Generalprobe: Kommende Woche tritt der deutsche U23-Achter in Boston/USA an. Und Neele ist natürlich mit an Bord.