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KÖLN. Franziska Kampmann hat ihr großes Ziel erreicht: Mit zwei Silbermedaillen bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften hat sie die auch die Nominierung zur WM in Rio de Janeiro in der Tasche. Aber auch andere Ruderer des RV Waltrop machten auf sich aufmerksam.

Herausragend war die Leistung von Franziska Kampmann, die sich mit ihrer Partnerin Katharina Börms aus Lübeck im Doppel-Zweier die Silbermedaille holte. „Das war ein prima Rennen“, sagte Trainer Andreas Erdtmann. „Es war lange offen, aber Hämmerling/Schanze haben dann Spurts angezogen und es von vorne kontrolliert.“ So wurden Kampmann und Börms nur von den amtierenden Europameisterinnen aus Kiel und Ratzeburg geschlagen, die ihren Kontrahentinnen zudem noch ein großes Kompliment machten. „Sie haben gesagt, es sei ihr härtestes Rennen gewesen, noch härter als bei den Europameisterschaften“, so Erdtmann.

Achter verpasst Edelmetall knapp

Tabea Menzel hatte es im selben Wettbewerb mit ihrer Partnerin Celine Schneider aus Dortmund ins B-Finale geschafft, wo die beiden ebenfalls Zweite wurden. „Auch das war ein prima Rennen“, sagte Andreas Erdtmann lobend. „Das war das Optimum.“

Franziska Kampmann hatte mit einer Medaille noch nicht genug, sie legte im Doppel-Vierer nach: Gemeinsam mit ihren Teamgefährtinnen aus Koblenz, Speyer und Potsdam eroberte sie erneut den Silberrang. Und das, obwohl ein etatmäßiges Teammitglied kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ersetzt werden musste. „Deswegen ist der zweite Platz umso höher zu bewerten“, sagte Erdtmann. Im selben Rennen kamen Tabea Menzel und Lara Wehlend auf den fünften Rang.

Zwei Medaillen räumte auch Franziska Steinweg ab: Über Bronze freute sie sich im Vierer ohne Steuermann – es war ihre erste Medaille. Sehr engagiert seien Steinweg und ihre Teamkameradinnen aus Kettwig, Essen und Dorsten gefahren, so Erdtmann. Nach 1500 Metern gelang dem Team um Steinweg der entscheidende Durchbruch im Kampf um den dritten Platz.

Aber auch im Achter kletterte Steinweg aufs Podium, wieder gab es Bronze. Hier feierte Steinweg zusammen mit Sportlerinnen aus Kettwig, Essen, Dorsten, Köln, Dortmund und Osnabrück den Medaillengewinn. Im selben Rennen reichte es für Theresa Kampmann und ihr Team zu Rang fünf – es hatte gesundheitsbedingt gleich zwei Ausfälle im Boot gegeben.

Ein wenig unglücklich waren Henrik Oberkönig und Tobias Ressemann bei ihrem Start im Achter-Finale, das sie als Vierter beendeten. Es gab zwar keine Medaille, aber Lob: „Sie sind sehr beherzt gefahren und völlig zufrieden“, so Erdtmann.

Ebenfalls knapp am Edelmetall vorbei schrammten Jakob Polarczyk und Steuerfrau Talia Skonieczny mit ihrem vierten Platz im Junioren-Vierer. „Sie haben alles versucht und sind knapp an einer Medaille vorbeigefahren“, so Erdtmann. „Das ist ein wenig ärgerlich.“ Polarczyk hatte mit seinem Partner Connor Böckmann (Datteln) noch eine weitere Chance, aber auch im Junioren-Zweier reichte es nicht ganz zu Edelmetall: Am Ende wurden die beiden Fünfte.

Vier Medaillen und eine WM-Nominierung als Krönung – da kann das Fazit nur gut ausfallen. Andreas Erdtmann freute sich aber nicht nur über die Ergebnisse der beiden Top-Athletinnen. „Wir haben auch dahinter welche“, sagte er mit Blick auf die weiteren Starter des RV Waltrop.

30.06.2015, Waltroper Zeitung