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Stellvertretend für die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land übernahm Inge Finke (vorne, Mitte) die Taufe des neuen Bundesliga-Achters auf den Namen Bella.

Nur 93 Kilogramm ist das 16,76 Meter lange, neue Flaggschiff des Rudervereins schwer. Das ist vergleichsweise wenig, wenn man berücksichtigt, dass acht Ruderinnen und die Steuerfrau darin Platz finden und in ihm sportliche Höchstleistungen erbringen. Jetzt wurde der Bundesliga-Achter der Frauen getauft: auf den schönen Namen Bella.

Mit 2  500 Euro war die B ürgerstiftung E mscher L ippe- LA nd der großzügigste Sponsor des Bootes, das der Ruderverein Waltrop gebraucht für 14.000 Euro erwarb.

Zudem beteiligte sich auch die Volksbank Waltrop mit 1500 Euro. Inge Finke als Vertreterin der Bürgerstiftung – und zugleich Mitglied des Rudervereins – übernahm nun die Bootstaufe und wünschte den Athletinnen sportlichen Erfolg in dem neuen Prachtstück aus Kohlefasern und Carbon.

Insgesamt 10.000 Euro bekam der RV Waltrop durch Spenden zusammen. Drittgrößter Geldgeber war zudem Trianel mit 700 Euro. Viele weitere Sponsoren schossen Geld zu diesem Projekt dazu – sowohl Firmen der heimischen Wirtschaft, als auch Mitglieder, die den eigenen Geldbeutel öffneten.

Bereits im vergangenen Jahr starteten Waltroper Ruderinnen in der Bundesliga – gemeinsam in einer Renngemeinschaft mit Athletinnen aus Witten im Ruhrpottachter. In diesem Jahr nun gelang es, nur mit Ruderinnen des RV Waltrop eine Mannschaft zu bilden. Das Team hatte jedoch einen Wettbewerbsnachteil, weil es in einem reinen Männerboot startete, das die Frauen auf der 300-Meter-Sprintstrecke nicht schnell genug beschleunigen konnten. Mit nur wenigen gemeinsamen Trainingskilometern in dem neuen Boot steigerte sich die Mannschaft bei der Etappe in Werder jüngst bereits um einen Rang und kam auf den siebten Platz. Jetzt wird intensiv trainiert, um noch erfolgreicher zu rudern.

Die Athletinnen an den Verein binden

RV-Finanzchef Lothar Fenger erläuterte, warum so viel Geld in dieses eine Projekt investiert wurde. „Wir wollen damit die Ruderinnen, die im Juniorenbereich Leistungssport betrieben haben, auffangen. Denn die Ruder-Bundesliga bietet ihnen eine weitere Herausforderung. Mit diesem Projekt können wir sie an unseren Verein binden.“

Es ist bereits das dritte Boot, das durch das Engagement von Sponsoren angeschafft werden konnte. So finanzierte Rudolf Schumachers gleichnamige Stiftung 2015 den Doppelzweier Feli, mit dem sich Franziska Kampmann für die Weltmeisterschaften qualifiziert hatte.

Ein Jahr zuvor konnte der RV Waltrop durch die finanzielle Unterstützung der Volksbank den Einer „Atemlos“ anschaffen.

Bereits am kommenden Samstag, 14. Juli, steht der nächste Auftritt von Bella und ihrem Team an: Denn dann steht in Minden der dritte Renntag der Ruder-Bundesliga an.