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WALTROP. Vieles hat Jeanette Rodegro in ihrer langen Karriere als Ruderin schon erlebt und auch gewonnen. Jetzt – gegen Ende ihrer Laufbahn – ist der 30-Jährigen noch mal ein echter Paukenschlag gelungen.

Bei den Europäischen Universitätsmeisterschaften (EUC), die am Wochenende in Hannover ausgetragen wurden, holte die Waltroperin im Leichtgewichts-Doppelvierer die Goldmedaille.

„Das war ein echter Kraftakt“, berichtet Jeanette Rodegro auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir hatten uns im letzten Jahr bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften für die Europa-Ebene qualifiziert – und seit dem Winter auch fleißig trainiert.“ „Wir“, das sind auch Freya Zündorf, Stephanie Martin und Anne Viedenz, die für die Universität Münster auf dem Maschsee an den Start gingen.

Schon im Vorrennen hatte sich das Quartett aus Großbritannien als stärkster Gegner herausgestellt. Doch beim ersten Aufeinandertreffen ließen Jeanette Rodegro und Co. das Boot von der Insel zunächst aus taktischen Gründen ziehen.

Anders im Finale: Da übernahm das deutsche Boot bei 750 Metern die Spitzenposition. Natürlich versuchten die Britinnen alles, um nach vorn zu kommen. „Doch wir haben hart gekämpft und jeden Zwischenspurt erfolgreich pariert“, berichtet Jeanette Rodegro stolz. „Und im Ziel nach 2000 Metern hatten wir die Nase immer noch mit drei Sekunden vorn“, so die glückliche Waltroperin. Damit war der Sieg perfekt.

Dass im Achter-Endlauf wenig später nur noch Rang vier für der Uni Münster heraussprang, wundert Jeanette Rodegro nicht. „Wir haben uns im Skullrennen echt ausgepowert, da waren anschließend die Beine leer.“

Was soll’s? Die Goldmedaille hatte sie da schon sicher in der Tasche.