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Der Stolz war aus den Worten von Rudervereins-Chef Harald Richter deutlich herauszuhören, als er vor rund 60 Gästen die Taufe zweier nagelneuer Boote ankündigte.

„Es ist nicht ganz üblich, dass acht neue Bootsplätze getauft werden“, sagte Richter.

Viele Jahre hatten die finanziellen Mittel die Anschaffung zweier fabrikneuer Boote nicht erlaubt. Durch großzügige Spenden war der Verein nun in der Lage, den Bootspark zu erweitern.

Zum einen wurde ein Vierer mit Steuermann für den Kinderbereich angeschafft. „Den letzten neuen Vierer haben wir 1978 gekauft. Er heißt Linda Diana, benannt nach der Enkelin der Familie Langendorf“, erinnert sich Harald Richter. Das Boot liegt noch immer in der Bootshalle. Aber 38 Jahre gehen auch an solch einem Boot nicht spurlos vorüber.

Vorsitzender Richter ist mächtig stolz

Taufpate für dieses Boot war Heinz-Jürgen Rodegro. Der zweite Vorsitzende hatte im vergangenen Jahr seinen 60. Geburtstag gefeiert. Bei einem Empfang mit 150 Gästen hatte er um Spenden gebeten. „Da danke ich meinem Arbeitgeber Sparkasse Vest Recklinghausen, dass er mir das ermöglicht hat“, so Rodegro. 3  150 Euro kamen zusammen.

Gemeinsam mit Gattin Rita habe er überlegt, wie der weiße Flitzer heißen könnte. Letztlich lief es auf „Jeanie“ hinaus. Das ist der Spitzname seiner Tochter Jeanette, die dreimal Deutsche Junioren-Meisterin wurde und jüngst Gold bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften gewonnen hatte.

Das zweite Boot ist ein Renn-Dreier. „Denn wenn man Vierer fährt, fehlt meistens einer“, berichtete Harald Richter aus Erfahrung. Im Bootspark gibt es zwar ein ähnliches Boot. „Aber es wäre im Vergleich zu teuer geworden, es wieder herzurichten“, sagte Richter.

Den höchsten Spendenbetrag für dieses Boot steuerte Wolfgang Kleemann bei, der mittlerweile seit 51 Jahren offiziell Mitglied des Rudervereins ist. „Dabei war ich schon davor einige Jahre regelmäßig hier“, berichtet Kleemann.

Auch er hat sich viele Gedanken über den Namen des Bootes gemacht. „Zunächst habe ich einen Begriff aus Astrophysik favorisiert.“ Letztlich ist Kleemann bei den Göttern fündig geworden. So taufte er den Dreier auf den Namen „Triton“ in Anlehnung an den griechischen Meeresgott.

Nach dem offiziellen Akt wurden die Boote zu Wasser gelassen. Unter Applaus der Mitglieder, Gönner und Gäste an Land ruderten Aktiven am Clubhaus des Vereins vorbei. Um dann anzulegen und bei schönstem Wetter in geselliger Runde die Leckereien von „Hot &Spicey“ zu genießen.

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Heinz-Jürgen Rodegro taufte den „Vierer mit“ auf den Spitznamen seiner Tochter Jeanette, hier mit Mutter Rita (li. Bild). Wolfgang Kleemann (Bild Mitte) war Namensgeber für den Dreier Triton. Rund 60 Gäste lauschten den Worten von RV-Chef Harald Richter (Foto oben, re.).